Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich in Gedanken durch den Ort spaziere. Die Wege, die ich so oft gegangen bin, die Bilder die sich so fest in mir eingebrannt haben. Der Marktplatz, auf dem wir so oft spontane Feierabend-Biere (meistens zuviel davon) getrunken haben. Die Jugend-Freizeitstätte, wo ich den Großteil meiner Jugend verbracht habe. Die Badeanstalt vor der Tür, die Stiftskirche, die mein letztes Zuhause war.  Der Kiosk, unsere Wäldchen vor der Tür, und das schönste Osterfeuer der Welt auf dem Festplatz. All die Sachen vermisst man ganz einfach. Tränen rollen einem manchmal über die Augen und es tut schon ein wenig weh ums Herz, wenn ich an Thiede / Steterburg denke. Dinge, die keine Beachtung fanden, vermisse ich plötzlich. Die Menschen, die man teilweise nicht mit Namen kannte, die man aber mit einem Lächeln grüßte, weil sie einem tagtäglich über den Weg gelaufen, deren Gesichter in Erinnerung sind. Die Leute, mit denen ich meine Zeit verbracht habe sind fern. Menschen, die ich nicht leiden konnte, wären heute willkommen. Tief im mir werde ich immer in diesem Ort bleiben und in Gedanken dort leben. Dieser Ort lässt einen nicht los. Irgendwie ist es wie eine Droge von der man nicht los kommt. Ich bin angenehm berührt, wenn ich an den Ort denke und irgendwann, irgendwann kommt der Tag, da werde ich wieder abhängig von dem Ort sein und Heim kommen in mein geliebtes Thiede / Steterburg.

Kommentare   

+1 #1 Wolle Breuer 2017-05-22 17:41
:P hey Ingo, würde dich gerne mal wieder treffen.